Was ist Ayurveda?

Ayurveda ist für viele Menschen eine Art zu Leben und die Ernährung ist nur ein Teilaspekt dieser Lehre. Trotz der Popularität ist es aber keine Modeerscheinung, sondern wird schon seit über 2500 Jahren praktiziert. Die Wurzeln von Ayurveda findet man in Asien – besonders in Indien, Nepal oder Sri Lanka. Man könnte sagen, es handelt sich um ein medizinisches System, bei dem Körper, Geist und Seele in Einklang gebracht werden soll. Eine zentrale Bedeutung für Ayurveda hat der Hinduismus als Religion und Philosophiesystem.

Die Geschichte von Ayurveda

In Europa ist Ayurveda bereits seit der Antike bekannt. Besonders in Griechenland oder dem römischen Reich wurden neben Gewürzen auch die Lehren aus Indien importiert. Damals waren Bücher aber für den größten Teil der Bevölkerung noch nicht zugänglich und auch das Internet stand noch nicht zur Verfügung. Somit blieb die ayurvedische Medizin weitestgehend unbekannt in Europa.

Die ayurvedische Ernährung

Die Grundlage für die ayurvedische Heilbehandlung und Ernährung bilden die drei Doshas. Es handelt sich dabei um Energien, die in jedem Menschen zu finden, aber unterschiedlich verteilt sind. Dabei werden die drei Typen Vata, Kapha und Pitta unterschieden. Die Doshas werden aus den fünf Hauptelementen Raum, Wasser, Erde, Luft und Feuer gebildet.

  • Vata besteht aus Luft und Raum
  • Kapha besteht aus Erde und Wasser
  • Pitta besteht aus Feuer und Wasser

Diese drei Typen sind in jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt und sollten bei der Ernährung berücksichtigt werden. Ein Vata Typ sollte beispielsweise blähende Speisen wie Kohl oder Käse meiden, während ein Pitta Typ nach Ayurveda nicht zu scharf und salzig essen sollte. Im Gegensatz sollen Kapha Typen besonders zu scharfen Lebensmitteln greifen. Bei der ayurvedische Ernährung geht es also weniger um Enthaltsamkeit sondern viel mehr darum sich typgerecht zu ernähren.

Gesunde Ernährung mit Ayurveda
Gesund ernähren mit ayurvedischen Kräutern.

Ernährung für den Vata Typ

Vata-Typen gelten in der Regel als schlank und beweglich. Wenn bei Ihnen der Vata-Typ überwiegt, sollten Sie Rohkost, Pilze oder Kohl nur in Maßen zu sich nehmen, da diese Speisen sehr schwer verdaulich sind. Zum Würzen eignen sich beispielsweise für den Vata-Menschen besonders Safran, Ingwer oder Zimt.

Ernährung für den Kapha Typ

Kapha-Typen sind vom Erscheinungsbild her eher stabil und kräftig. Für Krankheiten sind sie deshalb durch ihr starkes Immunsystem weniger anfällig. Sie sind sehr genuss-orientiert und lieben Süßigkeiten und herzhaftes Essen. Gerade dies sollte man natürlich als Kapha-Mensch vermeiden. Besonders viel Gemüse mit stoffwechselanregenden Gewürzen wie Korkuma oder Bockshornklee sollten täglich auf der Speisekarte stehen.

Ernährung für den Pitta Typ

Pitta-Typen gelten im Ayurveda als sehr selbstbewusst, zielstrebig und besonders belastbar. Saure Speisen wie Zitrusfrüchte und Tomaten oder scharfe Gewürze wie Chili und Meerrettich sollte der Pitta Typ meiden. Neben vitalstoffreichen Speisen wie Gemüse und Salat sind auch Gemüsesäfte zu empfehlen. Zum Würzen eignet sich beispielsweise besonders Zimt, Koriander, Fenchel oder Safran.